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StarTarot · Studie · · 23. Oktober 2026

Stimmen die Bauernregeln? Wetterdaten von 1.282 DWD-Stationen, 1760–2025

Wir haben die täglichen Messungen aller 1.282 Klimastationen des Deutschen Wetterdienstes mit offenen Daten zusammengetragen, zusammen 17,4 Millionen Stationstage, und die bekanntesten Bauernregeln daran geprüft: Siebenschläfer, Medardus, Lichtmess, Eisheilige, Schafskälte, grüne Weihnachten, den Mondwechsel und den Hundertjährigen Kalender. Kurz gesagt: Zwei Regeln halten der Prüfung stand, Mariä Geburt und Petri Stuhlfeier; der Siebenschläfer bleibt unter der Schwelle, die meisten anderen sind so gut wie ein Münzwurf.

  • 1.282 Stationen
  • DWD, 1760–2025
  • 12 Wetterregeln
  • Daten CC BY 4.0

Ist der Lostag etwas Besonderes?

Treffsicherheit der Regel Siebenschläfer, Temperatur, jeder Tag des Jahres als LostagFür jeden Tag des Jahres: wie gut das Wetter dieses Tages das Wetter des folgenden Zeitraums vorhersagt, im Mittel der Stationen 1951–2025. Null ist ein Münzwurf. Der Tag der Regel ist markiert.φ−0,3−0,2−0,10,0+0,1+0,2+0,3+0,4+0,5JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez

27. Juni (Tag der Regel): φ = +0,23, geglättet über 15 Tage +0,17. Schlüsseltag der Regel: 27. Juni, vorhergesagt: 28. Juni–15. August (Temperatur).

Dünne Linie: jeder einzelne Tag als Lostag, dicke Linie: gleitendes Mittel über 15 Tage. Mit dem Mauszeiger einen Tag ansehen, mit Klick oder Tippen festhalten. Eine echte Lostagsregel wäre eine Spitze genau am markierten Tag. Von Tag zu Tag schwankt die Kurve um etwa 0,06: Ein einzelner hoher Tag ist meist Zufall.

Das Wichtigste

  • Der Siebenschläfer trifft bei der Temperatur am besten, beim Regen gar nicht. War der 27. Juni an einer Station wärmer als üblich, waren es die sieben Wochen danach in 62 % der Jahre auch (φ = +0,23). Nach der Korrektur für die vielen gleichzeitig geprüften Regeln reicht das nicht für „bestätigt“ (q = 0,10). Ob es am 27. Juni regnet, sagt über die Regentage des Sommers nichts: 51 % Treffer, ein Münzwurf. Ein besonderer Tag ist der 27. Juni auch nicht: 20 % der Tage im Monat davor und danach sagen den Sommer mindestens ebenso gut voraus; erst seit 1988 hebt er sich von seinen Nachbarn ab. Die zwei Wochen vor dem 27. Juni sagen nichts (φ = −0,04).
  • Mariä Geburt ist der einzige Lostag, der aus seiner Jahreszeit heraussticht. Regnete es am 8. September, waren die vier Wochen danach in 65 % der Jahre nasser als üblich, nach einem trockenen 8. September nur in 43 % (φ = +0,19). Der 8. September sagt mehr voraus als 98 % der Tage im Monat davor und danach, allerdings erst seit 1988: 1951–1987 war er noch ein Tag wie seine Nachbarn.
  • Petri Stuhlfeier stimmt, weil Frost Frost bleibt. Friert es am 22. Februar, folgen mehr Frosttage als üblich: 61 % Treffer (φ = +0,23). Einen Teil davon sagt aber schon der Frost der zwei Wochen davor voraus (φ = +0,14): Die Regel beschreibt vor allem einen kalten Spätwinter.
  • Medardus, Lichtmess und der helle Januar sind Münzwürfe. 51 %, 52 % und 48 % Treffer.
  • „Grüne Weihnachten, weiße Ostern“ gilt eher umgekehrt. Nach weißen Weihnachten lag zu Ostern in 11,9 % der Jahre Schnee, nach grünen nur in 6,6 %.
  • Die Eisheiligen sind in den Daten nicht zu finden. In keinem Zeitraum seit 1760 hebt sich die Zeit vom 11. bis 15. Mai nach der Korrektur als Kälteperiode ab; am ehesten 1760–1880, als sie 0,6 °C kühler war als die Tage ringsum. Luftfrost nach der „kalten Sophie“ gab es an den 264 Stationen mit Zahlen für beide Zeiträume 1951–2000 in 12 % der Jahre, 1996–2025 in 7 %; am Boden friert es deutlich öfter (35 %).
  • Weiße Weihnachten sind selten geworden. An den 240 Stationen mit Zahlen für beide Zeiträume lag 1951–2000 in 25 % der Jahre an allen drei Weihnachtstagen Schnee, 1996–2025 nur noch in 15 %.
  • Mondwechsel und Planetenjahre ändern am Wetter nichts Nennenswertes. An Tagen mit Mondwechsel kippt das Wetter 0,3 Prozentpunkte häufiger von trocken zu nass oder umgekehrt, ein Unterschied, der nach der Korrektur nicht gesichert ist; die Temperatur springt nicht öfter als sonst. Zwischen den Jahren der sieben Planeten des Hundertjährigen Kalenders zeigt sich kein nachweisbarer Unterschied.

Alle Regeln im Überblick

Jede Regel wurde vor der Rechnung in eine prüfbare Form gebracht und an jeder Station mit mindestens 30 Jahren Daten aus den Jahren 1951–2025 gezählt: Lag das Wetter am Schlüsseltag über oder unter dem Üblichen, und galt das für den vorhergesagten Zeitraum ebenfalls? Bei einer zufälligen Regel stimmt das in etwa der Hälfte der Jahre; bei seltenen Ereignissen wie weißen Ostern deutlich seltener (Spalte „bei Zufall“). Als bestätigt gilt eine Regel erst, wenn sie auch nach der Korrektur für die 56 gleichzeitig geprüften Hypothesen dieser Seite trägt (q ≤ 0,05).

RegelTrefferbei Zufallφ (95-%-Intervall)qWetterträgheit φUrteil
Siebenschläfer, Temperatur Das Wetter am Siebenschläfertag sieben Wochen bleiben mag. 27. Juni → 28. Juni–15. August, Temperatur62 %50 %+0,23 (+0,07 bis +0,39)0,103−0,04nicht bestätigt
Siebenschläfer, Regen Das Wetter am Siebenschläfertag sieben Wochen bleiben mag. 27. Juni → 28. Juni–15. August, Regentage51 %50 %+0,03 (−0,08 bis +0,13)0,588+0,05nicht bestätigt
Siebenschläfer, Sonne Das Wetter am Siebenschläfertag sieben Wochen bleiben mag. 27. Juni → 28. Juni–15. August, Sonnenschein53 %50 %+0,06 (−0,06 bis +0,19)0,541+0,02nicht bestätigt
Siebenschläfer-Zeitraum, Temperatur Die Lesart des DWD: die Großwetterlage vom 27. Juni bis etwa 10. Juli. 27. Juni–10. Juli → 11. Juli–15. August, Temperatur60 %50 %+0,19 (+0,03 bis +0,34)0,191−0,05nicht bestätigt
Siebenschläfer-Zeitraum, Regen Die Lesart des DWD: die Großwetterlage vom 27. Juni bis etwa 10. Juli. 27. Juni–10. Juli → 11. Juli–15. August, Regentage52 %50 %+0,05 (−0,06 bis +0,15)0,541+0,03nicht bestätigt
Siebenschläfer-Zeitraum, Sonne Die Lesart des DWD: die Großwetterlage vom 27. Juni bis etwa 10. Juli. 27. Juni–10. Juli → 11. Juli–15. August, Sonnenschein57 %50 %+0,14 (+0,01 bis +0,26)0,260−0,04nicht bestätigt
Medardus Regnet’s am Medardustag, regnet’s vierzig Tage danach. 8. Juni → 9. Juni–18. Juli, Regentage51 %50 %+0,02 (−0,06 bis +0,12)0,588−0,02nicht bestätigt
Mariä Geburt Wie sich das Wetter an Mariä Geburt verhält, so ist’s noch vier Wochen bestellt. 8. September → 9. September–6. Oktober, Regentage59 %50 %+0,19 (+0,10 bis +0,28)0,028+0,02bestätigt
Lichtmess Ist’s zu Lichtmess hell und rein, wird ein langer Winter sein. 2. Februar → 3. Februar–31. März, Temperatur52 %50 %+0,03 (−0,08 bis +0,15)0,588−0,01nicht bestätigt
Petri Stuhlfeier Volksglaube in mehreren Fassungen: Friert es an Petri Stuhlfeier, hat der Winter noch lange Gewalt. 22. Februar → 23. Februar–3. April, Frosttage61 %50 %+0,23 (+0,11 bis +0,36)0,028+0,14bestätigt
Januar und Sommer Ist der Januar hell und weiß, wird der Sommer sicher heiß. 1. Januar–31. Januar → 1. Juni–31. August, Temperatur48 %50 %−0,03 (−0,15 bis +0,09)0,931−0,04nicht bestätigt
Grüne Weihnachten Grüne Weihnachten, weiße Ostern. 21 %22 %−0,11 (−0,27 bis +0,05)0,965–nicht bestätigt

φ ist der Zusammenhang zwischen Schlüsseltag und vorhergesagtem Zeitraum: 0 ist ein Münzwurf, 1 eine Regel, die nie irrt. „Wetterträgheit“ ist dieselbe Rechnung mit den 14 Tagen vor dem Lostag statt des Lostags selbst, beim Januar mit dem Dezember: Wetter bleibt oft eine Weile, wie es ist, und eine Regel taugt nur dann etwas, wenn der Lostag mehr weiß als die Tage davor. Grüne Weihnachten misst man an einem anderen Zufall: Weil weiße Ostern selten sind, träfe eine zufällige Regel nur in 22 % der Jahre, und die Regel liegt mit 21 % sogar darunter. Bestätigt sind 2 von 12 Fassungen.

Der Siebenschläfer

Die bekannteste Lostagsregel ist älter als der Kalender, nach dem wir sie heute lesen. Bei der Kalenderreform rückte der 27. Juni um zehn Tage nach vorn, das „alte“ Siebenschläferdatum liegt heute um den 7. Juli. Der DWD liest die Regel deshalb als Großwetterlage zwischen Ende Juni und etwa 10. Juli. Wir haben beide Fassungen gerechnet, jeweils für Regentage, Sonnenschein und Temperatur.

Bei der Temperatur trägt der Siebenschläfer etwas: Der Tag allein trifft in 62 % der Jahre, der Zeitraum bis 10. Juli in 60 %. Beim Regen, um den es den meisten bei der Regel geht, trifft er in 51 % der Jahre, also nicht besser als ein Münzwurf. Die Kurve oben zeigt, dass der 27. Juni dabei kein besonderer Tag ist: Am besten sagt ein Tag um den 28. Februar die folgenden Wochen voraus. Die Temperatur des Spätwinters hält sich, ein warmer Februartag kündigt einen milden März an. Das ist keine Bauernweisheit, sondern Trägheit der Großwetterlage.

Eisheilige, Schafskälte und Co.

Diese Regeln sagen nichts voraus, sondern behaupten eine Kälte- oder Wärmeperiode zu einem festen Datum. Gemessen wird, ob die Tage wärmer oder kälter waren als eine glatte Jahreskurve, und ob das Fenster zu den kältesten (wärmsten) Fenstern gleicher Länge im Jahr gehört. Die Kurve wird für jeden Zeitraum getrennt berechnet, sodass die Erwärmung nicht als „warmes Fenster“ erscheint.

Abweichung von der glatten Jahreskurve, °C

  • 1760–1880
  • 1881–1950
  • 1951–2000
  • 2001–2025
Eisheilige: Tagesabweichung der Temperatur nach ZeitraumMittlere Abweichung jedes Tages von der glatten Jahreskurve im Netz der Stationen, für vier Zeiträume. Gelb hinterlegt das Datum der Regel (11. Mai–15. Mai), gestrichelt das Datum nach dem alten Kalender.−1,5−1,0−0,50,0+0,5+1,0+1,5MaiJun
ZeitraumAbweichung95-%-IntervallRang im Jahrq
1760–1880−0,3 °C−0,9 °C bis +0,2 °C9 %0,434
1881–1950+0,2 °C−0,6 °C bis +1,0 °C80 %0,965
1951–2000+0,5 °C−0,4 °C bis +1,3 °C92 %0,965
2001–2025−0,4 °C−1,3 °C bis +0,5 °C19 %0,541
„Rang im Jahr“: Anteil aller Fenster gleicher Länge im mittleren Jahr des Zeitraums, die mindestens so kalt waren. Bei einer echten Kälte- oder Wärmeperiode wären es wenige Prozent. Vor 1881 stützen sich die Zahlen auf eine Handvoll Stationen.

Die Eisheiligen waren 1951–2000 sogar etwas wärmer als die Kurve (+0,5 °C), 2001–2025 etwas kälter (−0,4 °C), beides innerhalb der Schwankung von Jahr zu Jahr. Eine feste Kälte Mitte Mai gibt es nicht; ob ein Gärtner nach dem 15. Mai pflanzen kann, entscheidet der Spätfrost, und der ist seltener geworden.

Die Hundstage gelten als heißeste Zeit des Jahres, und das sind sie: Die wärmsten 32 Tage lagen 1991–2020 im Mittel vom 19. Juli bis 19. August. Diese Wärme steckt schon in der glatten Jahreskurve; darüber hinaus sind die Hundstage nicht noch einmal wärmer, und das misst die Grafik.

Spätfrost und weiße Weihnachten

Nach der „kalten Sophie“ am 15. Mai gab es an den 264 Stationen mit Zahlen für beide Zeiträume 1951–2000 im Mittel in 12 % der Jahre noch Luftfrost (unter 0 °C in 2 m Höhe), 1996–2025 in 7 %. Bodenfrost, 5 cm über dem Boden, der für junge Pflanzen zählt, gab es 1996–2025 in 35 % der Jahre.

Weiße Weihnachten: Anteil der Stationen mit Schnee am 24., 25. und 26. Dezember

Weiße Weihnachten in Deutschland, 1901–2025Für jedes Jahr von 1901 bis 2025 der Anteil der Stationen mit mindestens 1 cm Schnee an allen drei Weihnachtstagen; zuletzt an mehr als der Hälfte 2010.0 %25 %50 %75 %100 %192019401960198020002020

Weihnachten 2025: an 3 % der Stationen Schnee an allen drei Weihnachtstagen.

Definition des DWD: mindestens 1 cm Schneedecke am Morgen des 24., 25. und 26. Dezember. Zuletzt lag 2010 an mehr als der Hälfte der Stationen Schnee.

Deine Station

Die Zahlen für 1996–2025 an jeder Station mit genug Jahren: Spätfrost nach dem 15. Mai und weiße Weihnachten.

Mondwechsel bringt Wetterwechsel?

Von 1951 bis 2025 erreichte der Mond 3.711-mal eine der vier Hauptphasen; gezählt wird der Kalendertag. Als Wetterwechsel gilt ein Temperatursprung über den Tag hinweg, der zum stärksten Fünftel der Station gehört, oder ein Umschlag von überwiegend trockenen zu überwiegend nassen drei Tagen (höchstens ein gegen mindestens zwei Regentage) und umgekehrt. Zum Vergleich wurde jeder Mondtermin 2.000-mal um eine eigene zufällige Spanne innerhalb seines Viertels verschoben.

Anteil der Stationen mit Wetterwechsel

Alle Tage 20,0 %
Tage mit Mondwechsel 20,1 %
Neumond 22,0 %
Erstes Viertel 20,3 %
Vollmond 18,7 %
Letztes Viertel 19,6 %
Bei verschobenen Mondterminen lag der Anteil in 95 von 100 Fällen zwischen 19,4 % und 20,6 %. Die echten Termine liegen mittendrin. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Phasen haben wir nicht eigens geprüft.

Der Hundertjährige Kalender

Abt Mauritius Knauer notierte im 17. Jahrhundert das Wetter im Kloster Langheim und ordnete jedes Jahr einem von sieben Planeten zu; aus seinen Aufzeichnungen wurde der Hundertjährige Kalender. Die Planeten wechseln in fester Folge, jedes Jahr beginnt am 21. März. Das Jahr ab 21. März 2026, in dem diese Studie erschien, ist ein Jahr des Planeten Merkur. Wir haben 1881–2024 geprüft, ob sich die Jahre der sieben Planeten in Temperatur oder Regentagen unterscheiden. Die Monatsvorhersagen des Kalenders selbst prüfen wir in einem zweiten Schritt.

Planetenjahre im Vergleich zum Mittel

Mittlere Abweichung der Jahre jedes Planeten des Hundertjährigen KalendersFür jeden der sieben Planeten die mittlere Abweichung seiner Jahre vom Mittel aller Jahre, mit 95-%-Intervall. Alle Intervalle schließen die Null ein.−0,750,00+0,75SaturnJupiterMarsSonneVenusMerkurMond
Hervorgehoben: Merkur, der Planet des Erscheinungsjahres. Je Planet 20–21 Jahre. Unterschiede dieser Größe entstehen auch bei zufällig verteilten Jahren oft (p = 0,83 für die Temperatur, 0,21 für den Regen).

Methode und Grenzen

  • Quelle sind allein die Tageswerte der Klimastationen des Deutschen Wetterdienstes (Open Data, CC BY 4.0): Tagesmittel, Höchst- und Tiefsttemperatur, Tiefstwert 5 cm über dem Boden, Niederschlag, Sonnenscheindauer und Schneehöhe von 1760–2025. Das Stationsnetz folgt Jahr für Jahr dem Gebietsmittel des DWD für Deutschland (Korrelation der Veränderungen von Jahr zu Jahr 0,999).
  • Damit dichte Netze in einzelnen Ländern nicht den Rest überstimmen, werden die Stationen in Zellen von etwa 55 km gemittelt, und jede Zelle zählt gleich. Die Temperatur wird als Abweichung von einer glatten Jahreskurve gerechnet, die für jeden Zeitraum (1760–1880, 1881–1950, 1951–2000, 2001–2025) samt Trend eigens angepasst wird. Vergleiche zweier Zeiträume (Spätfrost, weiße Weihnachten) stützen sich auf die Stationen mit Zahlen für beide.
  • Lostagsregeln werden an jeder Station Jahr für Jahr gezählt. Jede Jahresreihe wird zuvor um ihren Trend bereinigt: Sonst sähe es so aus, als sage ein warmer Januar einen warmen Sommer voraus, nur weil beide mit dem Klima wärmer werden. Die Signifikanz kommt aus 2.000-facher Vertauschung der Jahre, die für alle Stationen gleich ist, damit der räumliche Zusammenhang des Wetters erhalten bleibt. Verlegte Stationen könnten einen Sprung in Schlüssel- und Zieltage desselben Jahres tragen; an den 219 Stationen ohne Verlegung seit 1951 ergeben sich dieselben Werte (Siebenschläfer φ = +0,22, Petri Stuhlfeier φ = +0,22, Mariä Geburt φ = +0,20).
  • Alle 56 Hypothesen der Seite (Lostagsregeln, Mond, Planetenjahre und jede Kälte- oder Wärmeperiode je Zeitraum und Kalender) bilden eine Familie für die Korrektur nach Benjamini–Hochberg. Die Formulierungen der Regeln standen vor der Rechnung fest; die Seite zeigt alle Fassungen, auch die, die scheitern.
  • Die Großwetterlagen, mit denen der DWD den Siebenschläfer bewertet, haben wir nicht verwendet; wir messen das Wetter an den Stationen selbst. Das kann erklären, warum unsere Trefferquoten für den Regen niedriger sind als die oft zitierten Werte. „Hell und weiß“ im Januar lesen wir als sonnig; Schnee im Januar haben wir nicht geprüft.
  • Die Mondphasen stammen aus der Swiss Ephemeris, gezählt wird der Kalendertag nach MEZ, auch im Sommer. Der alte Kalender ist um 10 Tage verschoben, wie im 16. Jahrhundert; als die Regeln entstanden, waren es 7 bis 9 Tage. Den Wortlaut der Monatsvorhersagen des Hundertjährigen Kalenders haben wir noch nicht kodiert.

Daten und Weiterverwendung

Die Zahlen jeder Station (Spätfrost und weiße Weihnachten je Zeitraum) stehen in einer CSV-Datei unter der Lizenz CC BY 4.0. Quelle der Messwerte: Deutscher Wetterdienst.

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Das Skript, das die Daten des DWD lädt, prüft und alles auf dieser Seite berechnet: germany_weather_lore.py.

Zitieren

Matiushenok, V. (2026). Stimmen die Bauernregeln? Wetterdaten von 1.282 DWD-Stationen, 1760–2025. StarTarot.online. https://startarot.online/de/research/bauernregeln-wetterdaten

Gute Tage

Für das Wetter helfen Bauernregeln wenig. Wer einen Tag nach dem Himmel wählen möchte, findet in den „Glückstagen“ Termine passend zum eigenen Geburtshoroskop.

Glückstage